Fahner Andreas 2016-04

Monatsspruch Juni:

„Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“ Hebräer 13,2

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist Zeit zum Surfen. Ob auf dem Brett über die Wellen oder mit einem Segel beim Windsurfing oder auch mit einem Drachensegel beim Kitesurfen, Hauptsache es gleitet dahin-mal schneller mal kunstvoller. Nun soll es ein neues Gleiten geben, das etwas widersprüchlich klingt: „Couch Surfing“. Keine Angst, weder sollen Sofas ins Wasser gelassen werden, noch handelt es sich um einen Wohnzimmersport, der die Polster stark beanspruchen soll. Die Distriktsjugendvertreter und -vertreterinnen in Norddeutschland haben zur Konferenz im April dieses neue Projekt vorgestellt. Es ist eine „Art zu reisen und dabei methodistische Geschwister aus aller Welt kennen zu lernen“. So heißt es auf dem Infoflyer. Couchsurfer sind die, die eine günstige Unterkunft zur Verfügung stellen. Vor vielen Jahren gab es so etwas Ähnliches unter dem Motto „Freiplatzaktion“. Damit – meist junge – Menschen kostengünstig durch die ganze Welt reisen können, bieten Gastgebende auf einer Internetplattform ihre „Couch“ an. Weil wir eine weltweite Kirche sind, ist es darum gut möglich, diese methodistische Aktion international aufzubauen. Als hätten die Initiatoren geahnt, dass der Monatsspruch im Juni genau dies zum Thema hat. Was bekomme ich dafür, dass ich meine Türen für fremde Menschen öffne? Nichts weniger als einen Engel. Übrigens ist Gastfreundschaft für viele von uns gar nichts Neues. Zum Kaffeetrinken oder Mittagessen einzuladen, tun nicht wenige in unseren Kreisen. Allerdings weniger Bekannte oder gar Unbekannte einzuladen, ist schon eine größere Herausforderung. Wir können also klein anfangen. Und mit ein bisschen Überwindung geht dann auch mehr. Es lohnt sich. Denn wie oben zu lesen ist, es liegt Segen darauf.

Einen gesegneten Sommer wünscht Ihnen Pastor Andreas Fahnert